)* Der für ein Straßennamenkonzept zuständige Vizebürgermeister Gottfried Fuchs hat mit Billigung des Bürgermeisters Herbert Huber in der Gemeinderatssitzung vom 21.11.2007 lt. GR-Protokoll eine vom Verein Erinnerungsstätte Lager Weyer/Innviertel vorgeschlagene Straßenbenennung nach dem jüngsten Opfer des Lagers Weyer-St. Pantaleon Rudolf Haas folgendermaßen abgelehnt: "Es liegt auch ein Vorschlag vor, dass man im Bereich der Wenger Höhe eine Stalinalle macht. Dies sind Vorschläge aus der Bevölkerung und wenn man auf das eingeht muss man auch dies akzeptieren." Fuchs bezog sich damit auf eine zynische E-Mail eines ehemaligen FPÖ-Gemeinderates. Der Gemeinderat stimmte schließlich, der ungeheuerlichen Argumentation des Vizebürgermeisters folgend, mit großer Mehrheit gegen Personennamen als mögliche Straßenbenennung. Der Vorstand des Erinnerungsvereins verurteilte am Beginn des Gedenkjahres 2008 diese erschütternde Demonstration fehlenden Geschichtsbewußtseins und mangelnder Demut vor den Opfern des NS-Massenmordes durch die Mehrheit des Gemeinderates von St. Pantaleon. Wer einen massenmörderischen Diktator und ein ermordetes Kleinkind auf eine Stufe stellt und argumentiert, aus demokratiepolitischen Gründen müßte auch eine absurde Stalinallee errichtet werden, wenn eine sinnfällige Rudolf-Haas-Straße erlaubt werden würde, schützt die Demokratie nicht, sondern verhöhnt sie.... (Auszug Tätigkeitsbericht Verein Erinnerungsstätte Lager Weyer/Innviertel)
In weiterer Folge wurden vom Gemeinderat St. Pantaleon auch die Vorschläge für eine "Sintistraße" bzw. "Erinnerungsstraße" kompromisslos abgelehnt.
|
|
|